Mein Werdegang & Profil
Ich liebe unseren Planeten und die Vielfalt der Menschen und Kulturen als Teile der Erde. Ich empfinde Sinn im Lauf dieser Welt und glaube an das intrinsisch Gute in uns Menschen. Mit Menschen, die es wagen, sich zu öffnen, und die es ernst damit meinen, tiefer zu erforschen, was wir sind, erkunde ich gerne die Potentiale unseres Denkens und Fühlens als Mitgestalter unserer Wirklichkeit. Ich höre mir gerne an, was Menschen wirklich bewegt, und unterstütze sie dabei, tiefere Klarheit zu entdecken über sich selbst, ihre Anliegen und ihre Fähigkeiten. Und dann schaue ich als Facilitator staunend dabei zu, wie Gruppen von Menschen scheinbar wie von selbst die Freude daran entdecken, gemeinsam Probleme zu lösen und produktiv zu werden.

Dr. Thomas Bruhn
Physik & Psycho-Dynamik
Mindsets & Nachhaltigkeit
RIFS Potsdam & DG Club of Rome
Transdisziplinarität & Transkulturalität
Im Alter von 17 Jahren war ich unsicher, ob ich Psychologie studieren oder Pianist werden wollte. Also studierte ich Physik. In meiner Freizeit schrieb ich Fantasy-Romane und gelangte über das Schreiben schließlich zum Thema Nachhaltigkeit und die Liebe zum Lebendigen.
Nach meiner Promotion in Nanophysik schloss ich mich im Jahr 2012 dem Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) in Potsdam an (heute: Forschungsinstitut für Nachhaltigkeit (RIFS) am Helmholtzzentrum für Geoforschung (GFZ)). Dort forsche ich transdisziplinär zur Gestaltung von Kommunikationsprozessen für die Kooperation von Partnern aus Wissenschaft und Gesellschaft. Außerdem interessiere ich mich für die Synergien zwischen Mindsets und Transformation und allgemeiner für das Lernen zwischen Wissenschaft und Spiritualität.
Als Dozent unterrichte ich regelmäßig an diversen Hochschulen in Deutschland un China Themen globaler Transformation, gesellschaftlicher Verantwortung und sustainable leadership.
Meine Leidenschaft für Gruppen-Facilitation entwickele ich methodisch kontinuierlich weiter, zunächst durch diverse Trainings (u..a. Art-of-Hosting, Agile Management etc.) und zuletzt in einem Masterstudiengang zu Leadership und psychodynamischer Beratung an der Internationalen Psychoanalytischen Universität (IPU) Berlin. Mein Interesse insbesondere für die chinesische Kultur und Philosophie hat mein Verständnis für interkulturell zusammengesetzte Gruppen nochmal sehr inspiriert und verändert, u.a. im Rahmen meiner Arbeit im Kontext der UN-Klimakonferenzen.
Mein Perspektive ist nicht zuletzt geprägt durch mein Engagement in diversen NGOs, vor allem als Präsidiumsmitglied in der Deutschen Gesellschaft CLUB OF ROME sowie in der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW). Insbesondere meine langjährige Verbindung mit dem thinktank30 hat mich in einer Weise geprägt, die vermutlich alle Aspekte meines Wirkens durchdringt. (#tt30changedmylife)
MY PERSPECTIVE IS
to attach to no perspective.
Clarity can rise only in ambiguity.
New possibilities emerge in letting go.
I'm an expert refusing to provide answers.
Gladly I am your container, not your therapist.
Diverging perspectives make sense simultaneously.
I'm a dreamer allowing you to find your own vision.
I'm a leader not claiming to know the right way.
I invite you into my Complexity Compass -
a space in compassionate community
around inner-outer transformation
for you to find your own path
IN THE ANTHROPOCENE.
Liebe zur Vielfalt der Welt - Der rote Faden meiner Geschichte
Seit meiner Kindheit trage ich diese tiefe Faszination in mir für das Wesen unserer Existenz in seiner unfassbaren Schönheit. Ich erinnere mich daran, wie ich Dokumentationen über das Weltall schauen durfte. Ein großes Poster hing über meinem Bett mit dem Bild der Erde aus dem Weltraum aufgenommen, und ich staunte bei der Vorstellung, dass ich angeblich mit all den anderen Menschen, Tieren und Pflanzen auf diesem wunderschönen blauen Erdball durch das All flog. Als Teenager besaß ich nicht die nötige Disziplin, um Pianist zu werden, und ich fühlte mich befremdet von den "menschenfernen" Psychologievorlesungen, die ich mir anhörte. Also studierte ich Astrophysik und beendete mein Studium schließlich mit meiner Dissertation in experimenteller Nanophysik.
Doch in mir köchelten Fragen, die ich im Rahmen meines Physikstudiums nicht bearbeiten konnte. Ich war ein Sinnsucher und Träumer, und auch die Philosophievorlesungen in meiner Freizeit konnten mich nicht wirklich zufriedenstellen. So begann ich Fantasyromane zu schreiben über meine Fragen nach Bedeutung und Liebe in dieser Welt. Anfangs waren das eher persönliche Geschichten. Doch mit der Zeit inspirierte mich mein Schreibprozess, mich mehr damit zu beschäftigen, wie eine zukunftsfähige menschliche Zivilisation aussehen könnte. Davon hatte ich als Physiker natürlich keine Ahnung, und je tiefer ich diesem Interesse folgte, desto mehr las ich mich in das Thema ein und engagierte mich in verschiedenen zivilgesellschaftlichen Gruppen mit dem Ziel, Bewusstsein zu wecken über die Belange von globaler Erwärmung, Armutsbekämpfung und anderen Nachhaltigkeitsthemen.
Mein Wunsch, diese verschiedenen Seiten meiner Interessen zu integrieren, führte mich an das IASS Potsdam, das sich als der inspirierendste Ort herausstellen sollte, den ich mir hätte vorstellen können. Seit 2012 darf ich dort transdisziplinär forschen und mich weiterentwickeln, um hoffentlich einen kleinen Beitrag zu einem gesünderen Planeten zu leisten.
Bis heute versuche ich, all die Interessen, Facetten und Leidenschaften zu integrieren, die ich in mir trage.
Ich hoffe, dass es noch weiterhin eine sinnvolle Reise sein wird, sowohl für mich selbst als auch für einige andere.
Mein beruflicher Werdegang
Rein akademisch gesehen bin ich Physiker. Ursprünglich studierte ich Astrophysik an der Technischen Universität Berlin und schloss meine Studium 2007 mit meinem Diplom ab. Anschließend arbeitete ich einige Jahre als Doktorand an der TU Berlin und am Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften (ISAS) in Berlin Adlershof. Im Jahr 2011 gab ich meine Dissertation ab über meine experimentelle Forschung zur Selbstorganisation organischer Moleküle auf Halbleiteroberflächen. Nachdem ich mich für kurze Zeit mit 2-dimensionalem Silizium (Silizen) beschäftigt hatte, u.a. mit Forschungsaufenthalten in Marseille (Frankreich) und Rom (Italien) schloss ich mich 2012 dem Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) in Potsdam an (heute: Forschungsinstitut für Nachhaltigkeit (RIFS) am Helmholtzzentrum für Geoforschung (GFZ))
Das RIFS ist ein Hybrid aus Forschungsinstitut und Think Tank mit dem Mandat, transdisziplinäre Forschung und strategische Dialoge durchzuführen, um gesellschaftliche Entscheidungsprozesse zu unterstützen. Das RIFS/IASS geht zurück auf ein Nobelpreisträger-Symposium im Jahr 2007, in dem im Wesentlichen zwei Erkenntnisse festgehalten wurden: 1) Es gibt zwar reichlich akademischen Wissen zu allen relevanten Nachhaltigkeitsthemen, aber: Dieses Wissen gelangt meist nicht dort hin wo es gesellschaftlich gebraucht wird. Und 2) Es gibt in unserer Gesellschaft eine Vielfalt von relevantem Wissen, von denen Wissenschaftler "keine Ahnung haben" und die oft übersehen werden, wenn es darum geht, tragfähige Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen zu entwickeln. Diese beiden Erkenntnisse bildeten den Ausgangspunkt auch für meine eigene Lernreise am IASS.
Einige Jahre lang beschäftigte ich mich mit verschiedenen Themen rund um mögliche soziale und ökologische Auswirkungen von CO2 Recycling und Geoengineering. In dieser Zeit wurde es immer klarer für mich, dass komplexe Herausforderungen neue Formen der Kooperation benötigen, um unterschiedliche Perspektiven sinnvoll zu integrieren. Allerdings erlebte ich häufig, dass wichtige Akteure miteinander in ziemlich dysfunktional en Kommunikationsmustern feststeckten und scheinbar unfähig waren, einander wirklich zuzuhören und voneinander zu lernen. Daher lernte ich verschiedene Ansätze für ko-kreatives Arbeiten und Facilitation, wie beispielsweise Art of Hosting, Dynamic Faciliation, Agile Leadership und Design Thinking. Ab dem Jahr 2017 konnte ich dies ganz explizit in Rahmen der Forschungsgruppe "Ko-Kreation und zeitgemäße Politikberatung" vertiefen.
Jenseits meines Interesses für passende Formate der Zusammenarbeit, verfestigte sich bei mir auch der Eindruck, dass die Herausforderungen unserer Zeit nicht gelöst werden können, wenn "wir" nicht gleichzeitig bereit sind, uns auch mit unseren eigenen inneren Denkstrukturen, Geisteshaltungen und mentalen Mustern auseinanderzusetzen. Gemeinsam mit einigen Kolleg*innen begann ich, nach Synergien zwischen Nachhaltigkeit und "innerer" oder "persönlicher" Transformation zu suchen. Dies bildete die Grundlage für die Gründung der Forschungsgruppe AMA (A Mindset for the Anthropocene), die ich ab 2015 leite (bis 2017 gemeinsam mit Dr. Zoe Lüthi).
Um mein Verständnis für dieses Themenfeld auch akademisch nochmal zu vertiefen, begann ich 2019 den berufsbegleitenden Master-Studiengang "Leadership & Beratung" an der Internationalen Psychoanalytischen Universität (IPU) in Berlin mit dem Schwerpunkt auf psycho-dynamischen Prozesses in Gruppen und Organisationen.
Die Verbindung dieser gedanklichen Entwicklungen führte letztlich zur Gründung der Forschungsgruppe "Transformative Räume und Mindsets". Diese widmet sich vor allem der Entwicklung und Beforschung von Kommunikationsprozessen, in denen Akteure unterschiedlicher Hintergründe gemeinsam lern- und handlungsfähig werden
Mein zivilgesellschaftliches Engagement war seit meinem Studium ein wichtiger Bestandteil meines Lebens, und der Club of Rome war für mich in meinem Denken und meiner geistigen Orientierung immer ein zentraler Bezugspunkt. Nach mehreren Jahren als Mitglied des think tank 30 (tt30) wurde ich 2019 eingeladen, Mitglied in der Deutschen Gesellschaft des Club of Rome zu werden, die ich seit 2020 auch als Mitglied des Präsidiums unterstützen darf. Darüber hinaus bin ich noch Mitglied, u.a. in der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW) und der Guardini Stiftung für den Dialog zwischen Wissenschaft, Kunst und Glaube.
Short CV
- 1999: Abitur am Sankt-Ursula Gymnasium Düsseldorf
- 2007: Diplom an der Technischen Universität Berlin
- 2007-2011: Wiss. Mitarbeiter an der Technischen Universität Berlin und dem Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften (ISAS)
- 2011: Doktor der Physik (magna cum laude) von der Technischen Universität Berlin
- 2011: Post-Doc Aufenthalt an der Universität Tor Vergata, Rom, Italien
- 2012: Post-Doc Aufenthalt am Zentrum für Interdisziplinäre Nanowissenschaften Marseille (CiNaM), Frankreich
- Seit 2012: Forschungsinstitut für Nachhaltigkeit (RIFS), bis 2022 unter dem Namen: Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS), Potsdam
- 2012-2015: Wissenschaftlicher Mitarbeiter "CO2 Nutzung" and "Climate Engineering Microcosm"
- 2016-2021: Senior Wissenschaftler "Ko-Kreation & zeitgemäße Politikberatung"
- 2015-2021: Forschungsgruppenleiter "Geisteshaltungen und Denkweisen für das Anthropozän"
- 2018-2021: Bereichssprecher "Wahrnehmung, Werte, Orientierung"
- Seit 2021: Bereichssprecher "Transdisziplinäre Methoden, Prozess und Praktiken"
- Seit 2021: Forschungsgruppenleiter "Transformative Räume und Mindsets (TranS-Mind)"
- 2013-2019: Mitglied im thinktank30 (seit 2020 Assoziiertes Mitglied)
- Seit 2019: Mitglied der Deutschen Gesellschaft Club of Rome (seit 2020 als Mitglied des Präsidiums)
- Seit 2019: M.A. Studium "Leadership & Beratung - Psychodynamische Prozesse in Organisationen und Gruppen" an der Internationalen Psychoanalytischen Universität (IPU), Berlin
Weitere Aus- und Fortbildungen (Auszug)
- M.A. Leadership & Beratung (Internationale Psychoanalytische Universität Berlin) (Abschluss ca. Herbst 2026)
- Rhetorik und Persönlichkeit für Führungspersonen (Deutsche Rednerschule)
- Moderation und Facilitation (Ulrich Martin Drescher, umd)
- The Art of Hosting (Büro für Zukunftsfragen, Vorarlberg)
- Dynamic Facilitation (Matthias zur Bonsen)
- Moderation (ARTOP Institute)
- Agile Leadership (Quadriga)
Und sonst... So oft wie möglich verbringe ich meine Zeit draußen - am liebsten auf meinen Füßen - und genieße die Schönheit dieser Welt, egal bei welchem Wetter...
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