
Mein Anliegen
"Wie!? Sie sind Nachhaltigkeitsforscher
und schauen so hoffnungsvoll auf die Welt?!?
Jetzt bin ich aber neugierig!"
So reagierte vor einigen Jahren eine Journalistin, als ich ihr in einem Hintergrundgespräch meinen Blick auf unsere Welt beschrieb. Der Satz ist mir in Erinnerung geblieben. Denn er trifft etwas Wesentliches:
Obwohl die wissenschaftlichen Erkenntnisse und Nachrichten unserer Zeit viel Grund zur Besorgnis geben, schaue ich mit einem grundsätzlich liebevollen und friedlichen Geist auf diese Welt. Und mir ist inzwischen klar geworden, dass das keineswegs selbstverständlich ist.
"Im Wesentlichen geht es mir immer
um möglichst echte Begegnung und Beziehung,
mit uns selbst, miteinander und der Welt."
Manche Menschen lernen mich als Wissenschaftler kennen, andere als öffentlichen Redner oder Facilitator von Gruppenprozessen. Manche schätzen meine Fähigkeit, tiefgehend zuzuhören und dabei zu helfen, Klarheit über den eigenen Weg und wichtige Entscheidungen zu finden. Andere schätzen meine Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge lebendig in Worte zu fassen oder Menschen und Netzwerke miteinander zu verknüpfen.
Letztlich gehören all diese Rollen zusammen. Der rote Faden, der sich durch meine Arbeit zieht, ist vermutlich Verbindung.
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So viele Menschen erleben unsere Welt als fragmentiert, unlebendig oder sinnlos. Ich selbst finde – zumindest bisher – überall Verbindung. So komplex und dynamisch unsere Welt auch wird: Inmitten des scheinbar unübersichtlichen Ganzen können wir als verbundene Wesen sinnvoll mitwirken und mitgestalten.
Mein Anliegen ist es, Menschen, die Verantwortung übernehmen möchten, dabei zu unterstützen, innere und äußere Orientierung zu finden, um im Angesicht ungewisser Zukünfte handlungsfähig zu bleiben. Dabei ist es für mich letztlich nicht entscheidend, ob es sich um Politikerinnen, Wissenschaftler, Unternehmenslenkerinnen, Künstler oder Eltern handelt. Mich interessieren Menschen, die aufrichtig unterwegs sind und offen bleiben für echte Begegnung, tiefere Erkenntnisse und mögliche Veränderung.

"Das Kostbarste,
was bei mir gefunden werden kann,
sind Zeit und Raum."
Das mag zunächst trivial klingen, weil Zeit und Raum ja immer irgendwie vorhanden sind. Doch meine Erfahrung hat mich anderes gelehrt und beides kann bei mir gefunden werden.
Zeit, weil ich die Geduld mitbringe, nicht sofort nach Lösungen oder schnellen Antworten zu suchen. Ich mag es, zunächst zuzuhören und Situationen gemeinsam in Ruhe zu erkunden. Immer wieder erlebe ich, dass sich Prozesse und Entscheidungen dadurch auf die Fragen ausrichten, die wirklich wesentlich sind.
Raum, weil ich die Offenheit mitbringe, Gedanken und Perspektiven zu erkunden, die zunächst vielleicht undenkbar erscheinen. Nicht alles Vorstellbare ist sinnvoll oder möglich. Aber oft entsteht genau dort eine neue Perspektive, aus der heraus plötzlich andere Entscheidungen denkbar werden.
Ich bin gespannt, mit welchen Menschen und Prozessen mich dieses Anliegen in Zukunft in Kontakt bringen wird – und darauf, mich sinnvoll in diese verschiedenen Verbindungen einbringen zu können.
