Vortragsredner
Wirklich gute Vorträge können Erstaunliches auslösen. Aber – seien wir ehrlich – solche Vorträge sind selten.
Ein paar Mal habe ich in meinem Leben Vorträge gehört, die nicht nur mein Wissen erweitert, sondern meinen Blick auf die Welt verändert haben. Sie haben neue Türen geöffnet und wirken bis heute nach. An solchen Vorträgen habe ich Freude – als Zuhörer ebenso wie als Referent.
Daher nehme ich Vortragsanfragen eigentlich nur noch dann an, wenn ich etwas mitzuteilen habe, das mich wirklich bewegt und sich wesentlich anfühlt.
Ich halte Vorträge nicht in erster Linie, um Informationen zu vermitteln. Gute Informationen finden wir heute überall. Mich interessiert vielmehr, ob Worte oder Geschichten manchmal einen Raum öffnen können, in dem Menschen beginnen, anders auf sich selbst, auf andere oder auf die Welt zu schauen. In diesem Sinne verstehe ich einen Vortrag weniger als die Vermittlung von (meinen) fertigen Antworten, sondern als eine Einladung zum gemeinsamen Nachdenken.
Meine Vorträge entstehen an der Schnittstelle von Wissenschaft, persönlicher Erfahrung und philosophischer Reflexion. So sehr ich auf der Basis meiner wissenschaftlichen Arbeit spreche, so sehr erzähle ich letztlich Geschichten von Mensch zu Mensch. Mich interessiert der Bogen vom Globalen zum Persönlichen, von aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen über grundlegende Sinnfragen bis hin zu unserem ganz konkreten Alltag. Aus meiner Sicht hängen all diese Ebenen untrennbar zusammen. Es frustriert mich, wenn wir immer nur kleine Ausschnitte davon betrachten.
Wenn ein Vortrag gelingt, verlassen Menschen den Raum hoffentlich nicht mit dem Gefühl, alle Antworten erhalten zu haben. Vielleicht aber mit einer neuen Frage, einer anderen Perspektive oder dem Wunsch, das Gehörte mit ihrem eigenen Leben in Beziehung zu setzen. Genau das empfinde ich als den eigentlichen Wert eines Vortrags.
Thematisch drehen sich meine Vorträge meist um Fragen von Transformation, Nachhaltigkeit, Komplexität und Geisteshaltungen – insbesondere im Kontext von Leadership, Wissenschaft und gesellschaftlichem Wandel.
Fragen, die mich in meinen Vorträgen leiten:
-
Wie finden wir Orientierung in einer immer komplexeren Welt?
-
Welche Formen von Leadership brauchen wir in Zeiten tiefgreifender Transformation?
-
Beginnt Nachhaltigkeit mit gesellschaftlichem Wandel – oder mit dem Wandel in uns selbst?
-
Welche Geisteshaltungen helfen uns, Verantwortung in komplexen Zeiten zu übernehmen?
-
Wie können wir wissenschaftliche Erkenntnis und persönliche Sinnsuche miteinander verbinden?
Typische Vortragstitel:
-
Das große Ganze und wir mittendrin - Geisteshaltungen für das Anthropozän
-
Leadership und Verantwortung in komplexen Zeiten - Transformatives Führen aus systemwissenschaftlicher Perspektive
-
Nachhaltigkeit als Liebe zum Lebendigen
-
Beginnt Nachhaltigkeit mit dem Wandel in uns selbst?
-
Mehr sein, weniger brauchen - Was Nachhaltigkeit mit unseren Beziehungen zu tun hat








